Jura für Juristen..?!

Sicherlich, wenn es um Jurisprudenz geht! Aber glücklicherweise hat der Begriff Jura auch noch eine geologische und, daraus resultierend, geographische Bedeutung, die Nicht-Juristen, Wanderer, Radfahrer und insbesondere Motoradfahrer gern in Augenschein nehmen. Wir auch!

Unterwegs im Schweizer Jura

Nun ist der geographische Jura recht lang gestreckt, so dass die besonders typischen Gegenden des Schweizer und Französischen Faltenjura mit tiefen Tälern und Klusen (frz.: Clue de …) von unserem Urlaubsstandort einfach zu weit weg sind. Was für uns erreichbar bleibt, ist der östliche Rest des Schweizer Tafeljura in den Kantonen Aargau und Solothurn.

Panorama in der Nähe von Rothenfluh

Zu Hause habe ich dazu eine vermeintlich schöne Tour über kleine und kleinste Straßen zwischen Bad Säckingen, Sissach, Aarau, Brugg und Laufenburg geplant gehabt, die sich allerdings schon bei der Realisierung im Navi und später dann auch beim Abfahren einer veränderten Route als nicht fahrbar herausstellt. Genau diese Straßen sind nämlich fast alle für Motorfahrzeuge gesperrt. Und da man in der Schweiz größten Wert auf die Einhaltung von Verkehrsregeln legt, trauen wir uns auch nicht, diese Wege trotzdem zu befahren (das überlassen wir lieber dem Schweizer Militär, das sich völlig cool über jedwede Beschilderung hinwegsetzt und mit Mannschafts- und Schützenpanzern querfeldein durch die Landschaft brettert).

Unterwegs auf kleinen und kleinsten Straßen

Wir erkämpfen uns dafür die erlaubten Nebenstraßen, die kleinen und kleinsten Dörfer und die wunderbare Landschaft dieses „Restjura“ bei gut 30 Grad C im gleißenden Sonnenschein. Es ist wieder einmal eine echte Hitzeschlacht, bei der jede noch so kleine Waldstrecke und selbst der winzigste Schattenwurf auf die Straße mit großer Dankbarkeit angenommen und besonders genussvoll durchfahren wird.

Jede Schattenstrecke wird dankbar angenommen!

Rothenfluh, Kienberg, Wölflinswil, Küttigen und Densbüren sind Ortsnamen, die man wohl nur auf Karten mit großem Maßstab findet – außer man fährt, wie wir, durch sie hindurch.

In Bözen gibt es Mittag im „Landgasthaus Frohsinn“. Was für ein schöner Name! Das Lokal wird sehr zuvorkommend von einem Inder geführt und das Angebot umfasst alles vom Standardschnitzel über diverse Pizzen bis zu Nasi- und Bami Goreng. Wir essen Lezteres und sind höchst zufrieden. Allerdings lässt der für diese Zufriedenheit aufgerufene Preis unseren Frohsinn dann doch wieder etwas verfliegen. Die Schweiz ist und bleibt eben ein teures Pflaster…

Dann geht es wieder in die Berge: Mönthal, Oberhöfen Ag und Etzgen folgen aufeinander, bevor wir wieder unten am Rhein angekommen sind und bei Laufenburg zurück nach Deutschland, nach Todtmoos fahren.

Am Rhein

Leider hat Babytiger auf der Tour bei einem etwas eigenwilligen Abbiegemanöver ihren Kupplungshebel und den linken Blinker eingebüßt, so dass wir zu Hause zunächst Erste Hilfe leisten und uns dann nach einem Triumph-Händler in der Umgebung erkundigen (Google weiß schließlich alles – selbst, wo im tiefsten Schwarzwald englische Motorräder repariert werden). Und so steht die Tour für morgen also auch schon fest…!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.