Sommerfest & Regenschlachten

Unsere Zeit im Schwarzwald geht zu Ende, aber vor der endgültigen Heimreise erwartet uns noch ein Highlight: Das Sommerfest des Ifen-Hotels im Kleinwalsertal. Im Winter sind wir hier fast schon Stammgäste, aber nicht im Sommer. Wir sind gespannt!

Heimreise: Wieder unterwegs

Freitag, 21. Juni: Koffer packen, Maschinen aufrödeln und ein letztes Mal auf kleinen Nebenstraßen durch den Schwarzwald bis Waldshut gondeln. Das Wetter spielt mit und es macht Spaß, noch einmal durch dunklen Wald und über weite Hochplateaus zu fahren. Dann die Schweiz bis Konstanz. Wie immer verkehrstechnisch höchst korrekt – kläglich langsam – und schließlich mit der Fähre nach Meersburg: „Kreuzfahrt über den Bodensee“.

Am Bodensee (Schweizer Ufer)

Die B33 und B32 sind nervtötend wegen des Kolonnenverkehrs. Aber in Wangen treffen wir auf Dennis, der uns entgegen gekommen ist und mit dem wir nun auf Nebenstrecken zum Ziel fahren. Am Albsee gibt es wegen der brütenden Hitze (wieder mal gut 30 Grad C) eine Erfrischungspause. Und während wir noch darüber diskutieren, ob jetzt nicht ein kühles Bad das Richtige wäre, zieht hinter uns fast unbemerkt der Himmel zu. Donner und Blitz gebieten, schnellstens die Regenpellen über zu ziehen, denn das finstere Gewölk erinnert uns doch sehr an letztes Jahr in Dänemark.

Dickes Wetter zieht auf.

Und dann geht es los: Hagelkörner, groß wie Kieselsteine, hämmern auf uns ein. Das ist nicht nur laut im Helm, das tut auch richtig weh, wenn man getroffen wird. Gleichzeitig schüttet der Himmel Wasser in Kübeln über uns; tropfnass erreichen wir das Hotel. Was für ein schöner Auftakt für ein Sommerfest…

Am nächsten Morgen: Traumhafte Aussicht

Sonnabend: Das Wetter hat ein Einsehen mit uns und den Organisatoren. Sonne, kleine weiße Wolken und eine Aussicht auf die Berge, wie aus dem Bilderbuch. Zunächst sind wir faul; SPA bis zum Abwinken. Danach das Fest. Ein richtig toll arrangiertes Event, an dem alle Gäste, aber auch die Organisatoren und das Hotelpersonal, sichtlich ihr Vergnügen haben. Kulinarische Leckereien ohne Ende, Bier und Wein ebenfalls (zumindest wenn man will). Abgerundet wird das Ganze durch eine Kapelle, die außer landestypischer „Musi“ auch allerlei Modernes und Lustiges bieten kann. Die Stimmung steigt von Stunde zu Stunde! Ein gelungener Abend!

Sommerfest
Sommerfest

Das Wetter am Sonntagmorgen ähnelt dem mentalen Zustand einiger Gäste. Schwülwarm, die Berge in Wolken, ab und an Nieselregen, finster und bedrückend. Katerstimmung könnte optisch kaum besser umgesetzt werden. Wir raffen uns zu einem ausgedehnten Spaziergang zur sog. Naturbrücke, einem geologischen Naturdenkmal, auf und verschwinden danach rasch wieder im SPA-Bereich.

Dienstag. Es regnet in Strömen. Gestern war es den ganzen Tag über ebenso und wir hatten uns in Bad und Sauna schon gefreut, bei dem Wetter noch nicht losfahren zu müssen. Nun ja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – jetzt.

Unsere Planung, über das Oberjoch, durch das Tannheimer Tal und entlang des Plansees nach Regensburg zu fahren, lösen sich in Regen und Nebel auf. 80 km/h auf gut ausgebauter Hauptstraße sind schon üppig, denn der PKW-Verkehr schafft das gerade mal so eben und an Überholen ist gar nicht zu denken. Sicht gleich null, es ist kalt: 11,5° C. Zwischen Kempten und Augsburg macht der Regen ab und an Pause. Die Sicht wird besser, das Tempo zieht an. Dafür plagen uns jetzt gute 6 bis 7 Bft. Seitenwind. Nach Augsburg wieder dasselbe, wie vor Kempten nur der Wind ist auch noch da. Triefend erreichen wir Regensburg und verschwinden für längere Zeit unter der warmen Dusche des Hotels.

Mittwochmorgen. Es regnet nicht, es gießt. Böiger Wind peitscht das Wasser über die Straße. Unsere Heimfahrt-Planung zweiter Teil, gemütlich über die B22 durch den Bayerischen Wald und weiter über die B15 durchs Fichtelgebirge zu fahren, löst sich auch heute im Regen auf – der Rest wird weggeweht. Nach sechs Stunden öder Regenschlacht auf der Autobahn sind wir wieder zu Hause.

Home Sweet Home: Die Bude ist eiskalt, warmes Wasser muss erst aufgeheizt werden, an ein wohlverdientes Hafenbier auf sommerlich warmer Terrasse ist gar nicht zu denken. Das wird in Wolldecken gehüllt vorm brennenden Kamin eingenommen. Draußen sind 12° C – es ist Hochsommer!

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