Spontan nach Stockholm

Donnerstag, 20. Juli 2006 – Strecke: 222 km – Fahrzeit ca. 3 1/2 Std.

Von Falun nach Stockholm

Stockholm, wir kommen! Aber im Regen… Pünktlich zur Abfahrt fallen die ersten Tropfen. Und es bleibt nicht nur so, es wird noch schlimmer.

Die ganze Fahrt bis Enköping fahren wir durch Wasserluft. Entweder schüttet es wie aus Kübeln oder wir haben LKWs vor uns, die ein Klima wie in der Waschanlage hinter sich aufbauen. An Überholen ist wegen des konstanten Gegenverkehrs und der schlechten Sicht meistens nicht zu denken. Völlig entnervt fahren wir in Enköping auf die Autobahn auf – und: Es hört auf zu regnen.

„Jugendherberge“ in Stockholm

Um 13:00 Uhr haben wir die JH im Hässelby Slott, einem Herrensitz aus dem 16. Jahrhundert, mit Hilfe des GPS gefunden und unser Zimmer bezogen. Es ist in einem traurigen Zustand. Zwar sind die Möbel heil, aber die Betten sind fleckig und alles ist ziemlich schmuddelig. Schnell machen wir aus der Zweitagesbuchung eine nur für diese Nacht. Da wir ohnehin in unseren eigenen Schlafsäcken schlafen,

Stockholm Innenstadt

werden wir das unappetitliche Bettzeug vorher entsorgen.

Dann geht’s mit der T-Bahn, einer U-Bahn, die außerhalb der Innenstadt meist ohne Tunnel oberirdisch fährt, in einer halben Stunde Fahrt ab in die Stadt.

Zu Fuß streifen wir durch die Altstadt, deren älteste Bauten aus dem 13. Jahrhundert stammen sollen, schauen beim Schloß vorbei und schlendern durch die engen Gassen. Für die Wachablösung sind wir zu früh dran und in den Innenhof des Schlosses kommen wir heute auch nicht – Königs scheinen zu Hause zu weilen.

Stockholm Schloss

Wir gehen weiter via Slottsbacken an einem der vielen Hafenbecken in der Stadtmitte entlang, kommen zum Einkaufszentrum Stockholms und wandern weiter zum Nybroplan. Hier sind das Theater sowie die Fassaden einiger altehrwürdiger Hotels zu bestaunen und es legen allerlei, zum Teil historisch anmutende Fähren an, die Passagiere zu einigen der 24.000 bewohnten und unbewohnten Inseln fahren, auf denen die Stadt erbaut ist bzw. die ihr zur Ostsee hin vorgelagert sind. Rasch werden wir pflastermüde und gegen 20:00 Uhr sind wir wieder zurück in der Herberge.

Hafenfähren für Touris

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