Von Bergen nordwärts

Regen, Regen, Regen...
Regen, Regen, Regen…

So angenehm der erste Tag in Bergen auch war, am Sonntag regnet es. Wir tapsen also in unserer Motorradkombi durch die nasse Stadt und erhaschen um die Mittagszeit einen HopOn-HopOff-Bus, mit dem wir eine einigermaßen trockene Stadtrundfahrt machen können. Einigermaßen, weil der Bus keine Seitenfenster hat und der Fahrer üppig Küchenrollenpapier an die Fahrgäste verteilt, um zumindest die Sitze trocken wischen zu können…

MS Trollfjord
MS Trollfjord

Gegen 17:00 Uhr holen wir dann die Maschinen aus der öffentlichen Tiefgarage (308 NOK oder fast 35 EUR für 27 Stunden Parken lassen meine CreditCard einen kurzen, aber heftigen Schwindelanfall bekommen) und rollen die 800 Meter zum Hurtigruten-Terminal im Hafen. Der CheckIn ist unproblematisch, das Gepäck wird auf die Kabine gebracht und eine Stunde später stehen unsere Maschinen gut verzurrt vom Staupersonal im Autodeck der MS Trollfjord.

Wir haben eine Innenkabine gebucht. 2011 hatten wir schon einmal „Die schönste Seereise der Welt“ gemacht und hatten uns, außer zum Schlafen, eigentlich kaum in der Kabine aufgehalten. Außerdem betrug der Preisunterschied zwischen dieser und der einfachsten Außenkabine fast genau den Fahrpreis unserer Maschinen. Es war diesmal eine reine Kosten-Nutzen-Rechnung. Nehmen wir die Trollfjord also als eine Art Luxusfähre für die nächsten 1.330 Seemeilen, bzw. 2.465 km.

Im Geirangerfjord
Im Geirangerfjord

Und die Entscheidung scheint auch völlig in Ordnung zu sein. Das Essen ist für alle Gäste gleich gut, in der Nacht kam deutlicher Seegang auf und erinnerte uns an vergangene Zeiten als aktive Segler, weckte aber nicht das Verlangen nach einem Kabinenfenster. Und die wirklich großartige Landschaft – z.B. bei der Einfahrt in den Geirangerfjord – wird auch durch eine Suite nicht anders.

Ende des Fjords - die anderen sind schon da.
Fjordende: Die anderen sind schon da.

Das Wetter spielt aber auch hier nicht so recht mit. Nieselregen wechselt mit sehr kurzen sonnigen Abschnitten, die dann wieder in heftigem Regen enden. Wir sind daher gar nicht unglücklich, keinen Ausflug in die Berge gebucht zu haben und genießen von Bord aus, das Fjordende, in dem sich Kreuzfahrer aus aller Welt treffen.

Ålesund
Ålesund

Abends gibt’s dann für uns noch einen kleinen Ausflug zu Fuß nach Ålesund, der „schönsten Stadt Norwegens„, die für ihre Jugendstilarchitektur berühmt ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.